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Dom Luiz Cappio: Mutiger Einsatz gegen ein menschenverachtendes System
Geschrieben von KoBra   
Tuesday, 12. May 2009
Pressemeldung der Kooperation Brasilien e.V.

Am Samstag, den 09. Mai wurde der brasilianische Bischof Dom Luiz Cappio in
Freiburg von der Freiburger Kant-Stiftung für seinen Einsatz gegen das
Ableitungsprojekt der brasilianischen Regierung am Rio São Francisco mit dem
Kant-Weltbürgerpreis bedacht. Am Abend zuvor berichtete er bei der
Kooperation Brasilien (KoBra) in einem vollen Saal über die
Widerstandsbewegung. Dom Cappio wurde international bekannt, als er 2005 und
2007 gegen das Großvorhaben am Rio São Francisco in Hungerstreik ging.

Vertreter aus der Solidaritätsbewegung mit Brasilien erwarteten am
Freitagabend mit Spannung den brasilianischen Bischof Dom Luiz Cappio und
die ihn begleitenden Ruben Siqueira und Andrea Zellhuber von der
Landpastorale. Ihre Ankunft hatte sich etwas verzögert - doch das machte die
Freude der Anwesenden beim Eintreffen der Symbolfigur für den Widerstand
gegen eines der umstrittensten Großprojekte Brasiliens umso größer. Die
meisten Teilnehmer der KoBra-Mitgliederversammlung, in deren Rahmen die
Begegnung stattfand, befassen sich seit Jahren mit Brasilien und dem
Ableitungsprojekt. Die Gäste aus Brasilien betonten, wie wichtig die
Unterstützung ihres Einsatzes durch die Kooperation Brasilien in den
vergangenen Jahren gewesen sei. Nach dem Bericht versammelten sich alle zum
gemeinsamen Foto und besangen sichtlich bewegt mit dem Bischof den Fluss.

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Bischof Cappio trägt Diskussion um brasilianisches Großprojekt nach Deutschland
Geschrieben von KoBra   
Thursday, 30. April 2009

Nachdem er im Oktober 2008 den Friedenspreis von Pax Christi verliehen bekam, wird der brasilianische Bischof Dom Luiz Cappio ein weiteres Mal geehrt. Am 9. Mai erhält der Bischof von der Freiburger Kant-Stiftung den Kant-Weltbürgerpreis. Am Abend des 8. Mai wird er, ebenfalls in Freiburg, auf einem Seminar des Brasilien­netzwerks KoBra (Kooperation Brasilien e.V.) über das umstrittene Ableitungsprojekt und die Widerstandsbewegung sprechen. Seine Reise bring den Bischof darüber hinaus nach Frankfurt, Berlin, Bonn, Bremen und in die österreichische Stadt Graz. Bischof Cappio wurde durch seinen zwei­mali­gen Hungerstreik international bekannt: In den Jahren 2005 und 2007 fastete er gegen das Großvorhaben. Er ist zur Symbolfigur des Widerstandes der brasiliani­schen Bevölkerung gegen eines der umstrittensten Großprojekte der letzten Jahre in Brasilien geworden.

Der Fluss São Francisco ist die Lebensader für knapp 13 Millionen Menschen, die im Trockengebiet des brasilianischen Nordostens leben. Von diesem Fluss plant die bra­­­sil­ia­nische Regierung, an zwei Großkanälen Wasser abzuzapfen, um es in andere Gebiete zu leiten. Nach Regierungsangaben soll die Wasserversorgung der dortigen Be­völ­kerung verbessert werden. Doch Wasserleitungen zu den verstreut lebenden Menschen sind im Finanzplan gar nicht vorgesehen. Statt dessen wird vor allem die exportorientierte Bewässerungslandwirtschaft von der Ableitung profitieren. Millionen Menschen in unmittelbarer Nähe der Kanäle bleibt nach wie vor der Zugang zu Trinkwasser verwehrt.

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Sonderheft zu Rio São Francisco
Geschrieben von KoBra   
Wednesday, 19. November 2008

Zum Download

Neue Auflage von April 2009

Sonderheft zu Rio Sao Francisco - (pdf)

 
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Aktuelle Nachrichten

Ökoinstitut untersucht Erfolg von CDM

Das Ökoinstitut hat im Auftrag des WWF in einer Studie  den Erfolg von CDM (clean  development mechanism) Projekten an 900 Fallbeispielen untersucht und die CDM-Zertifizierer erneut als mangelhaft eingestuft. Die Gutachterorganisationen würden weiterhin von der UN schlecht bewertet.
CDM - Maßnahmen gelten als klimakompensiered, wenn sie als „zusätzlich“ zum bisherigen Emissionsminderungsprogramm eingestuft werden, und bringen damit CO2-Zertifikate für das durchführende Unternehmen. Diese können dann im Emissionshandel als erbrachte Klimaschutzleistung angerechnet werden. Genau diese Zusätzlichkeit lässt beantragte Projekte oft scheitern (in 7% aller Fälle), bei 57% der positiv begutachteten Projekte hat die UN Nachbesserungen gefordert.
Statt in Ausgleichprojekte zu investieren sollen die Industrieländer und Unternehmen besser ihre Reduktionsverpflichtungen im Inland erfüllen.
Grundsätzlich ist positiv zu bewerten, dass der CDM-Exekutivrat der UN ein Bewertungs- und Sanktionssystem für die Gutachterorganisationen entwickelt. Allerdings ist dieses System nach drei Jahren Entwicklung noch nicht einsatzfähig. Der WWF fordert deshalb vom CDM-Exekutivrat, beim nächsten Treffen Ende Juli im Bonn klare Regeln und strengere Prozeduren für die Gutachter zu beschließen und die Ergebnisse von Überprüfungen der Begutachtung zu veröffentlichen.

 

Bitterer Maniok: Ausstellung zu Indianischen Kulturen der Amazonasregion

Tipp für den Aufenthalt in Freiburg: Das Naturmuseum Freiburg zeigt eine Ausstellung “Bitterer Maniok”, die gemeinsam mit verschiedenen Gruppen aus dem EineWeltForum Freiburg e.V. erarbeitet wurde, darunter die Brasilieninitiative Freiburg, Caritas International, die Infostelle Peru, KoBra und das Regenwaldinstitut. Die Ausstellung wurde Ende Mai eröffnet und ist noch bis zum 30. Januar 2011 zu sehen. Ausstellungsbegleitend gibt es ein Veranstaltungsprogramm (siehe unter “Termine”), außerdem museumspädagogische Führungen.


 

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