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Die Völker des Cerrado erheben die Stimme
Por Dieter Gawora   
23 de September de 2009
In und noch mehr außerhalb Brasiliens wird das zweitgrößte Ökosystem des Landes – der Cerrado – mit seiner traditionellen Bevölkerung nahezu nicht wahrgenommen.

Für die brasilianische Politik ist der Cerrado seit Jahrzehnten bevorzugtes – und nicht diskutierbares – Aufmarschgebiet der Agroindustrie. Die größten Flächen der Rinderweidewirtschaft und des Sojaanbaus befinden sich im Cerrado. Diese agrarindustrielle Expansion geschah und geschieht durch ökologische Degradierung, d.h. durch Abholzung des Cerrado und durch Okkupation der Territorien der traditionellen Bevölkerungsgruppen, d.h. de facto Vertreibung.

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BP investiert in Ethanolproduktion in Brasilien
Por KoBra   
16 de September de 2009

Der Ölmulti BP will 4 Milliarden Euro in Brasilien investieren, um aus Zuckerrohr Ethanol zu produzieren. Die erste Ethanolfabrik wurde bereits im vergangenen Jahr in Betrieb genommen, eine zweite befindet sich in Planung. Mit Ethanol lässt sich zurzeit viel Geld verdienen. Es wird Autokraftstoffen beigemischt, um als vermeintlicher „Bio-Sprit“ die Klimabilanz zu schönen. Die dafür benötigten riesigen Zuckerrohrmonokulturen zerstören in Brasilien die Savannen des Cerrado und die Regenwälder.

Bitte helfen sie die mit Ihrer Unterschrift den Ölmulti zu stoppen:

https://www.regenwald.org/protestaktion.php?id=397

 
Marina Silva - die Rückkehr der Utopie?
Por Gerhard Dilger, Neues Deutschland   
10 de September de 2009

Brasiliens ehemalige Umweltministerin durchkreuzt die Rechnung des Präsidenten

Bis Mitte 2008 war Marina Silva das Öko-Feigenblatt der brasilianischen Regierung. Nun will die frühere Gummizapferin als Präsidentschaftskandidatin der Grünen antreten - und durchkreuzt damit das machtpolitische Kalkül von Staatschef Lula da Silva.

Letzte Woche zelebrierte Brasiliens Präsident Luiz Inácio »Lula« da Silva den Beginn eines neuen Ölzeitalters für die südamerikanische Regionalmacht. Die riesigen Vorkommen vor der Atlantikküste, die der halbstaatliche Konzern Petrobras 2007 entdeckt hatte, sollen in den kommenden Jahrzehnten erschlossen und unter der Regie einer neuen Staatsfirma gefördert werden.

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Notícias

Ökoinstitut untersucht Erfolg von CDM

Das Ökoinstitut hat im Auftrag des WWF in einer Studie  den Erfolg von CDM (clean  development mechanism) Projekten an 900 Fallbeispielen untersucht und die CDM-Zertifizierer erneut als mangelhaft eingestuft. Die Gutachterorganisationen würden weiterhin von der UN schlecht bewertet.
CDM - Maßnahmen gelten als klimakompensiered, wenn sie als „zusätzlich“ zum bisherigen Emissionsminderungsprogramm eingestuft werden, und bringen damit CO2-Zertifikate für das durchführende Unternehmen. Diese können dann im Emissionshandel als erbrachte Klimaschutzleistung angerechnet werden. Genau diese Zusätzlichkeit lässt beantragte Projekte oft scheitern (in 7% aller Fälle), bei 57% der positiv begutachteten Projekte hat die UN Nachbesserungen gefordert.
Statt in Ausgleichprojekte zu investieren sollen die Industrieländer und Unternehmen besser ihre Reduktionsverpflichtungen im Inland erfüllen.
Grundsätzlich ist positiv zu bewerten, dass der CDM-Exekutivrat der UN ein Bewertungs- und Sanktionssystem für die Gutachterorganisationen entwickelt. Allerdings ist dieses System nach drei Jahren Entwicklung noch nicht einsatzfähig. Der WWF fordert deshalb vom CDM-Exekutivrat, beim nächsten Treffen Ende Juli im Bonn klare Regeln und strengere Prozeduren für die Gutachter zu beschließen und die Ergebnisse von Überprüfungen der Begutachtung zu veröffentlichen.

 

Bitterer Maniok: Ausstellung zu Indianischen Kulturen der Amazonasregion

Tipp für den Aufenthalt in Freiburg: Das Naturmuseum Freiburg zeigt eine Ausstellung “Bitterer Maniok”, die gemeinsam mit verschiedenen Gruppen aus dem EineWeltForum Freiburg e.V. erarbeitet wurde, darunter die Brasilieninitiative Freiburg, Caritas International, die Infostelle Peru, KoBra und das Regenwaldinstitut. Die Ausstellung wurde Ende Mai eröffnet und ist noch bis zum 30. Januar 2011 zu sehen. Ausstellungsbegleitend gibt es ein Veranstaltungsprogramm (siehe unter “Termine”), außerdem museumspädagogische Führungen.


 

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