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APOINME in Europa und in Deutschland |
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Geschrieben von Kirsten Bredenbeck
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Wednesday, 3. February 2010 |
Im Rahmen der Kampagne „Indigene Völker zugunsten des Rio São Francisco und gegen die Ableitung“ reiste Ende Januar eine Delegation von APOINME (Articulação dos Povos e Organizações Indígenas do Nordeste, Minas Gerais e Espírito Santo; Netzwerk der indigenen Völker und Organisationen im Nordosten, Minas Gerais und Espírito Santo) nach Europa. Sie zeigte hier die Verletzung internationaler Abkommen durch das Ableitungsprojekt des Rio São Francisco gegenüber multilaterallen Institutionen wie der UNO, der ILO und dem Europäischen Parlament an und führte Gespräche mit ParlamentarierInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft. Im Einzelnen werfen die Indigenen der brasilianischen Regierung den Verstoß gegen die Konvention 169 der ILO und gegen die UN-Deklaration der Indigenen Rechte vor, darüber hinaus Verfassungsbruch . Die Delegation machte in Italien, der Schweiz, Belgien und vom 04. bis 06. Februar in Deutschland Station. Hier kümmert sich ein Netzwerk von verschiedenen Organisationen, darunter Adveniat, die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt ASW, FIAN, die Gesellschaft für bedrohte Völker, KoBra und Misereor um die Reise. Ziel der Reise ist es, Druck auf den Obersten Gerichtshof in Brasilien auszuüben, damit dieser über die Einsprüche im Zusammenhang mit dem Rio São Francisco befindet und die Ableitungsarbeiten einstweilig stoppt. Die Kampagne wird von APOINME und der Articulação Popular pela Revitalização do São Francisco (Netzwerk zur Wiederbelebung des São Francisco) getragen.
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Brasilianischer Fischer auf Aktionärsversammlung von Thyssen-Krupp |
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Geschrieben von Kirsten Bredenbeck
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Wednesday, 3. February 2010 |
Auf Einladung der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sprach der brasilianische Fischer Luis Carlos Oliveira gemeinsam mit Karina Kato von PACS und dem KoBra-Vorstandsmitglied Christian Russau am 21. Januar auf der Aktionärsversammlung von Thyssen-Krupp. Sie vertraten dort die etwa 8.000 vom Stahlwerk in der Bucht von Sepetiba (RJ) betroffenen Fischer. Diese klagen seit Beginn der Bauarbeiten von ThyssenKrupp Companhia Siderúrgica do Atlântico (TKCSA) über einen Rückgang der Fangmengen um bis zu 80 Prozent, v.a. aufgrund von aufgewühlten Schwermetallen. Nach Morddrohungen durch Milizionäre, die mutmaßlich beim Werkschutz der Gruppe ThyssenKrupp angestellt sind, so ein Dokument des brasilianischen Menschenrechtssekretariats, muss sich Oliveira in Brasilien versteckt halten. Er wurde in das Zeugenschutzprogramm der brasilianischen Regierung aufgenommen.
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Aktion von Rettet den Regenwald zum Bau des Jirau-Staudamms am Rio Madeira |
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Geschrieben von KoBra
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Thursday, 28. January 2010 |
Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,
das französische Energieunternehmen GDF Suez baut ungeachtet der massiven Kritik und des Widerstands der lokalen Bevölkerung sowie zahlreicher Umweltbehörden weiter am Jirau-Staudamm am Rio Madeira, einem Zufluss des Amazonas in Brasilien. Seine Geschäftspraktiken haben GDF Suez nun die Nominierung für den Schweizer Public Eye Award 2010 eingebracht, ein Negativ-Preis für besonders rücksichtslose Unternehmen. Unterstützen Sie unseren Protest gegen das Staudammprojekthier:
http://www.regenwald.org
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Aktuelle Nachrichten
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Ökoinstitut untersucht Erfolg von CDM Das Ökoinstitut hat im Auftrag des WWF in einer Studie den Erfolg von CDM (clean development mechanism) Projekten an 900 Fallbeispielen untersucht und die CDM-Zertifizierer erneut als mangelhaft eingestuft. Die Gutachterorganisationen würden weiterhin von der UN schlecht bewertet. CDM - Maßnahmen gelten als klimakompensiered, wenn sie als „zusätzlich“ zum bisherigen Emissionsminderungsprogramm eingestuft werden, und bringen damit CO2-Zertifikate für das durchführende Unternehmen. Diese können dann im Emissionshandel als erbrachte Klimaschutzleistung angerechnet werden. Genau diese Zusätzlichkeit lässt beantragte Projekte oft scheitern (in 7% aller Fälle), bei 57% der positiv begutachteten Projekte hat die UN Nachbesserungen gefordert. Statt in Ausgleichprojekte zu investieren sollen die Industrieländer und Unternehmen besser ihre Reduktionsverpflichtungen im Inland erfüllen. Grundsätzlich ist positiv zu bewerten, dass der CDM-Exekutivrat der UN ein Bewertungs- und Sanktionssystem für die Gutachterorganisationen entwickelt. Allerdings ist dieses System nach drei Jahren Entwicklung noch nicht einsatzfähig. Der WWF fordert deshalb vom CDM-Exekutivrat, beim nächsten Treffen Ende Juli im Bonn klare Regeln und strengere Prozeduren für die Gutachter zu beschließen und die Ergebnisse von Überprüfungen der Begutachtung zu veröffentlichen.
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Bitterer Maniok: Ausstellung zu Indianischen Kulturen der Amazonasregion
Tipp für den Aufenthalt in Freiburg: Das Naturmuseum Freiburg zeigt eine Ausstellung “Bitterer Maniok”, die gemeinsam mit verschiedenen Gruppen aus dem EineWeltForum Freiburg e.V. erarbeitet wurde, darunter die Brasilieninitiative Freiburg, Caritas International, die Infostelle Peru, KoBra und das Regenwaldinstitut. Die Ausstellung wurde Ende Mai eröffnet und ist noch bis zum 30. Januar 2011 zu sehen. Ausstellungsbegleitend gibt es ein Veranstaltungsprogramm (siehe unter “Termine”), außerdem museumspädagogische Führungen.
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