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Dorothy Stang: Letzter Verantwortlicher verurteilt – und freigelassen |
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Geschrieben von Kirsten Bredenbeck
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Wednesday, 2. June 2010 |
Am ersten Mai hatte das Gericht einen der Auftraggeber des Mordes an der Nonne Dorothy Stang, Regivaldo Pereira Galvão (o Taradão), zu 30 Jahren Haft im geschlossenen Vollzug verurteilt. Damit waren erstmalig alle Tatbeteiligten rechtskräftig verurteilt und im Gefängnis. Doch nur 19 Tage dauerte das Ende der Straflosigkeit im Fall Dorothy Stang. Dann entschied das Oberlandesgericht von Pará, den Auftraggeber an dem Mord vorläufig wieder freizulassen. Er sei Ersttäter gewesen, habe sich gut geführt und gute Referenzen vorzuweisen und zudem ginge er einer geregelten Arbeit nach. Die Entscheidung bestätigt einmal mehr die eklatante Schieflage der brasilianischen Justiz. Die sieben Personen, die die Entscheidung des Schöffengerichts zur Verurteilung des Mannes getroffen haben, müssen nun um ihr Leben fürchten, so Schwester Jane Dwyer aus Anapu . Das Klima der Unsicherheit sei in die Region zurückgekehrt.
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CPT-Bericht zur Gewalt auf dem Lande 2009 |
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Geschrieben von Kirsten Bredenbeck
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Wednesday, 2. June 2010 |
Mitte April gab die Landpastorale CPT ihren jüngsten Bericht zur Gewalt auf dem Lande heraus. Insgesamt starben letztes Jahr 25 Personen aufgrund von gewaltsamen Landkonflikten – drei weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Konflikte in ganz Brasilien blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, nachdem sie von 2007 auf 2008 um fast ein Viertel zurück gegangen war. Zugleich aber haben die Konflikte auch im zweiten Jahr weiter an Intensität zugenommen. Es gab im vergangenen Jahr 62 Mordversuche (gegenüber 44 im Jahr 2008) und 143 Morddrohungen aus Nutzungskonflikten (gegenüber 90 im Vorjahr). Die Zahl der Verhaftungen aus solchen Konflikten stieg von 168 auf 204, und als besonders beunruhigend gilt der CPT der Anstieg der ihr angezeigten Fälle von Folter von 6 auf 71.
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Genreis im Mai zum Glück noch nicht zugelassen |
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Geschrieben von Kirsten Bredenbeck
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Wednesday, 2. June 2010 |
Die brasilianische Biosicherheitskommission CTNBio, die für die Zulassung von Genprodukten zuständig ist, hat seit Februar einen neuen Vorsitzenden: der gentechnikfreundliche Edilson Paiva. Der neue Präsident will sich für eine Flexibilisierung der Monitoring-Regeln für bereits zugelassene Genprodukte einsetzen, was bereits sein Vorgänger Walter Colli im Auge hatte (siehe Bericht Ernährunggsicherung von Januar 2010). Zudem versprach er eine zügige Beurteilung der Freigabe des Genreises "Liberty Link" des Unternehmens Bayer. Greenpeace hatte zuletzt mehr als 20.000 Unterschriften gegen die Freigabe dieser Reissorte gesammelt.
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