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Rechte für Menschen - Regeln für Unternehmen
Geschrieben von KoBra   
Tuesday, 29. June 2010

 "Rechte für Menschen - Regeln für Unternehmen" ist eine europaweite Kampagne für EU-Reformen zur Unternehmensverantwortung. Europäische Unternehmen beeinflussen das Leben der Menschen in der ganzen Welt: Sie können Gutes tun, beispielsweise Arbeitsplätze schaffen, sie können den Menschen und der Umwelt aber auch erheblich schaden.
Die Kampagne fordert von den politischen Entscheidungsträgern der EU, Gesetze zu erlassen, mit denen Unternehmen für die  weltweiten negativen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit haftbar gemacht werden können und Betroffene sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen können.
Im Dezember 2010 sollen den EU-Staats- und Regierungschefs und dem Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, 100.000 Unterschriften überreicht werden. Helfen Sie mit! Unterzeichnen Sie die Petition www.rechtefuermenschen.de

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Download Kampagne Flyer

Unterschriftsliste - Ausdrucken und Unterschrifte sammeln!

Studie
Unternehmensverantwortung von Aldi, Thyssen & Co
a. Kurzversion: Eine zum Kampagnenstart herausgegebene juristische Fallstudie zeigt anhand der Fallbeispiele der Auslandstätigkeit von ThyssenKrupp in Brasilien (Mutter-Tochterbeziehung) und Aldi in China (Zuliefererbeziehung) derzeitige Grenzen bei der Unternehmensregulierung auf und macht den Reformbedarf deutlich.
Studie: "Unternehmensverantwortung - Vorschläge für EU-Reformen. Eine juristische Analyse der Auslandstätigkeit zweier deutscher Unternehmen" http://www.rightsforpeople.org/IMG/pdf/studie_eu-reformvorschlage_mai2010.pdf

b. Langversion: Welche Chance hätte eine Klage chinesischer TextilarbeiterInnen wegen ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen bei einem Zulieferer von Aldi gegen den Discounter vor einem deutschen Gericht? Nach der momentanen Rechtslage in Deutschland keine, wie die Studie „Unternehmensverantwortung -Vorschläge für EU-Reformen“ zeigt. Die Studie untersucht anhand von zwei Fallbeispielen exemplarisch die Haftung von Unternehmen für Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen durch ihre im Ausland angesiedelten Töchter und Zulieferer. Die erste Fallstudie bezieht sich auf die menschenrechtlichen und ökologischen Auswirkungen eines Stahlwerkbaus durch eine Tochtergesellschaft der ThyssenKrupp AG in Brasilien, die zweite auf miserable Arbeitsbedingungen bei Textillieferanten von Aldi in China. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass nach geltendem deutschen Recht Schadensersatzklagen von Geschädigten gegen die in Deutschland ansässigen Unternehmen keine Aussicht auf Erfolg hätten und juristische Reformen auf EU-Ebene dringend erforderlich sind.
Studie: "Unternehmensverantwortung - Vorschläge für EU-Reformen. Eine juristische Analyse der Auslandstätigkeit zweier deutscher Unternehmen" http://www.rightsforpeople.org/IMG/pdf/studie_eu-reformvorschlage_mai2010.pdf

ECCJ-Forderungen
Das europäische Netzwerk für Unternehmensverantwortung, die European Coalition for Corporate Justice (ECCJ) hat drei Hauptforderungen zur Verbesserung der Haftung in Europa ansässiger Unternehmen für ihre Aktivitäten im Ausland entwickelt.
Die ECCJ fordert von der EU und ihren Mitgliedstaaten, das EU-Recht so zu ändern, dass:

1. in der EU ansässige Unternehmen rechtlich haftbar gemacht werden für die negativen globalen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit, auch ihrer Tochterunternehmen und ihrer Zulieferer
2. Unternehmen zu einer wahrheitsgemäßen, vollständigen und transparenten Information über die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschen und Umwelt verpflichtet werden
3. Nicht-EU-Bürger, die durch europäische Unternehmen geschädigt worden sind, in der EU Zugang zu Rechtsschutz erhalten.


Träger der Kampagne
ECCJ
Die European Coalition for Corporate Justice (ECCJ) ist ein zivilgesellschaftliches Netzwerk, das sich innerhalb der EU dem Thema Unternehmensverantwortung widmet. Die Koalition besteht aus über 250 zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gewerkschaften in 15 europäischen Ländern. Die ECCJ setzt sich für eine bessere Regulierung der in der EU ansässigen Unternehmen ein, um Menschen und Umwelt zu schützen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die ECCJ eine europaweite Kampagne unter dem Motto „Rechte für Menschen – Regeln für Unternehmen“ (Rights for people – Rules for business“) entwickelt.
www.corporatejustice.org

CorA-Netzwerk
Im CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung sind 47 deutsche Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, kirchliche und entwicklungspolitische Organisationen, Verbraucher- und Umweltverbände zusammengeschlossen. Der Name CorA steht für die Zielsetzung „Corporate Accountability“, also verbindliche Regeln für Unternehmensverantwortung. Das CorA-Netzwerk setzt sich für verbindliche Instrumente ein, mit denen transnationale Unternehmen verpflichtet werden, die Menschenrechte sowie international anerkannte soziale und ökologische Normen und Standards zu respektieren. CorA ist Mitglied im europäischen Netzwerk ECCJ und trägt die deutschen Aktivitäten der Kampagne „Rechte für Menschen – Regeln für Unternehmen“.
www.cora-netz.de

ECCJ – CorA – Germanwatch:
Die deutschen Aktivitäten zur europäischen Kampagne „Rechte für Menschen – Regeln für Unternehmen“ werden vom CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung getragen. Germanwatch koordiniert die deutsche Kampagne für das CorA-Netzwerk.

 
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