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Biodieselprogramm: Kleinbauern nur am Rande
Por Kirsten Bredenbeck   
17 de February de 2010
Immer deutlicher zeigt sich, dass das Biodieselprogramm sein Hauptziel, die Familienlandwirtschaft vor allem im Norden und Nordosten zu unterstützen, letztlich verfehlt hat. Bei den Vorprodukten für Agrodiesel rangiert Soja mit 78,7% nach wie vor an einsamer Spitze, gefolgt von Rindertalg, der einen Anteil von 14,6 % ausmacht, und Baumwollöl mit 4,1%. In allen drei Fällen handelt es sich um Aktivitäten, die vor allem im großen Stile und weniger von KleinbäuerInnen betrieben werden. Nur 2,6% der Vorprodukte stammen aus anderen Quellen wie Rizinus, Sonnenblume, Dendêöl etc. Damit festigt sich eine bereits seit mehreren Jahren fast unveränderte Struktur bei den Anteilen der Vorprodukte für Agrodiesel.


Beim Ministerium für Agrarentwicklung sind letztlich nur 31.000 Familien zur Produktion von Rizinus für Agrodiesel nach dem Sozialsiegel registriert. Deren Aufkäufer aber veräußern das Rizinusöl lieber weiter an die chemische Industrie, als es zu Agrotreibstoff zu verarbeiten, denn das bringt mehr ein. Auch die geographische Verteilung der Agrodieselproduktion reflektiert die Zielverfehlung des Programms: Nach Daten des Bergbau- und Energie-Ministeriums wurde 71,6% des Treibstoffs im Südwesten und im Süden des Landes produziert, 17,8% der Vorprodukte wurden im Mittleren Westen Brasiliens hergestellt, wo auch die größten Verarbeitungskapazitäten sind. Dahingegen stammen nur 11,6% des Agrodiesels aus dem Norden und Nordosten Brasiliens.

 
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