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Indigene
Umorganisation der FUNAI
Por Kirsten Bredenbeck   
17 de February de 2010
Am 28. Dezember dekretierte der brasilianische Präsident Lula eine Neuregelung der Organisationsstruktur der Indianerbehörde FUNAI. Die bisherigen regionalen Büros (AER) wurden aufgelöst und an ihrer Stelle 36 Regionalkoordinationen eingerichtet. Die örtlichen Posten (postos indígenas) werden abgeschafft, stattdessen sollen lokale technische Koordinationsstellen deren Aufgaben übernehmen. In Brasília wurde die Abteilung für Landfragen in eine „Abteilung zum Schutz der Territiorien“ umgewandelt. Zugleich wurde eine „Abteilung für Nachhaltige Entwicklung“ gegründet, in deren Zuständigkeit auch die Bereiche Gesundheit und Erziehung fallen.

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APOINME in Europa und in Deutschland
Por Kirsten Bredenbeck   
03 de February de 2010
Im Rahmen der Kampagne „Indigene Völker zugunsten des Rio São Francisco und gegen die Ableitung“ reiste Ende Januar eine Delegation von APOINME (Articulação dos Povos e Organizações Indígenas do Nordeste, Minas Gerais e Espírito Santo; Netzwerk der indigenen Völker und Organisationen im Nordosten, Minas Gerais und Espírito Santo) nach Europa. Sie zeigte hier die Verletzung internationaler Abkommen durch das Ableitungsprojekt des Rio São Francisco gegenüber multilaterallen Institutionen wie der UNO, der ILO und dem Europäischen Parlament an und führte Gespräche mit ParlamentarierInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft. Im Einzelnen werfen die Indigenen der brasilianischen Regierung den Verstoß gegen die Konvention 169 der ILO und gegen die UN-Deklaration der Indigenen Rechte vor, darüber hinaus Verfassungsbruch . Die Delegation machte in Italien, der Schweiz, Belgien und vom 04. bis 06. Februar in Deutschland Station. Hier kümmert sich ein Netzwerk von verschiedenen Organisationen, darunter Adveniat, die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt ASW, FIAN, die Gesellschaft für bedrohte Völker, KoBra und Misereor um die Reise. Ziel der Reise ist es, Druck auf den Obersten Gerichtshof in Brasilien auszuüben, damit dieser über die Einsprüche im Zusammenhang mit dem Rio São Francisco befindet und die Ableitungsarbeiten einstweilig stoppt. Die Kampagne wird von APOINME und der Articulação Popular pela Revitalização do São Francisco (Netzwerk zur Wiederbelebung des São Francisco) getragen.

 
Solidaritätsbekundung mit den indigenen Völkern gegen den Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte
Por Sozialbewegungen   
13 de October de 2009
Wir, soziale Bewegungen, Organisationen und Netzwerke der Zivilgesellschaft, versammelt auf dem Seminar ¨Klima und Wald zur Debatte: sind REDD und andere Marktmechanismen die Rettung des Waldes?¨, bekunden unsere Solidarität mit dem Kampf der indigenen Völker und traditionellen Bevölkerungsgruppen vom Xingu-Fluss im Widerstand gegen den Bau des Wasserkraftswerks Belo Monte.

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Abzug der Reisbauern aus Raposa Serra do Sol
Por Kirsten Bredenbeck   
03 de June de 2009
Mit dem 30. April endete die Frist, die der Oberste Gerichtshof den noch im indigenen Gebiet Raposa Serra do Sol verbliebenen Bauern zum Abzug gesetzt hatte. Das Gebiet war den Indigenen nach langem Hin- und Her Ende März endlich im Ganzen zugesprochen worden (siehe Bericht zu Tropenwaldfragen vom März 2009).

Der Präsident des Bundesstaats-Gerichtshofes, Jirair Meguerian, begleitete den Abzug der 52 Familien und sieben Reisbauern. Um weitere Konflikte zu vermeiden, wurden die Reisbauern dabei unterstützt, die letzte Reisernte noch einzubringen, was allerdings nur der Anführer der Reisbauern, Paulo César Quartiero, für ca. 400 ha in Anspruch nahm.
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In Südamerika ist eine Kontroverse über die isoliert lebenden Indianer im Amazonas-Gebiet entbrann
Por Gerhard Dilger - epd   
27 de June de 2008

Originalversion des Autors

 Vor vier Wochen erregten Bilder von einem isoliert lebenden Indianervolk im brasilianischen Amazonas-Regenwald weltweites Aufsehen. Nun hat ein Artikel in der jüngsten Ausgabe der britischen Sonntagszeitung "The Observer" eine Kontroverse über die Folgen der Berichterstattung für die Ureinwohner ausgelöst.

Der "Observer" wirft José Carlos Meirelles von der brasilianischen Indianerbehörde Funai vor, er habe bei der Veröffentlichung der Fotos verschwiegen, dass es sich bei den Ureinwohnern gar nicht um einen "unentdeckten Stamm" handelt. Mit den Bildern von den rot bemalten Kriegern, die mit Pfeil und Bogen auf die Cessna der Indianerschützer zielten, habe er die Betroffenen für sein politisches Anliegen missbraucht: "Die Enthüllung, dass die Existenz des Stammes bereits feststand, wird unangenehme Fragen aufwerfen." So sei das Fotografieren ja auch eine Art des Kontaktes.

Dass vielfach berichtet wurde, Meirelles habe die Ureinwohner quasi zufällig "entdeckt", ist weder die Schuld des 60-jährigen Waldläufers noch der Hilfsorganisation Survival International, die die Fotos an europäische und nordamerikanische Agenturen weiterleitete. Das Missverständnis geht vielmehr auf die Medien zurück, die unter anderem von der Entdeckung von "Steinzeit"-Indianern berichteten.

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