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Tropenwaldfrage
Verlängerung des Soja-Moratoriums
Por KoBra   
18 de August de 2010
Das Soja-Moratorium  geht nach einjähriger Verlängerung in sein viertes Jahr. Die weltgrößten Getreide-Händler - Cargill, Bunge, Archer Daniels Midland (ADM), Dreyfus und Grupo Maggi - haben im Juli 2010 das Soja-Moratorium zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes um ein weiteres Jahr verlängert. Damit geht das Moratorium in das vierte Jahr. Die Getreidehändler verpflichten sich, kein Soja zu handeln, das auf Flächen angebaut wurde, die zuvor noch mit Primärwald bestanden waren. Da eine neu gerodete Fläche erst nach drei bis vier Jahren für den Soja-Anbau geeignet ist, wäre die Verlängerung der Maßnahme die Voraussetzung, um überhaupt ihre Wirksamkeit überprüfen zu können. Das brasilianische Institut für Geografie und Statistik (IBGE) prognostiziert, dass der Sojaanbau in der Saison 2009/2010 um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunimmt.

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Lobbyarbeit in Deutschland zur Internationalen Tropenwaldpolitik
Por KoBra   
18 de August de 2010
Die Politik scheint manchmal ein unüberschaubares und fernes Gebilde zu sein, erst recht im internationalen Kontext. Dennoch kommen die Entscheidungen von PolitikerInnenn zu einem Thema nicht von allein zustande. Vorher werden Fachverbände und SpezialistInnen zu dem Thema und der anstehenden Entscheidung um ihre Einschätzung gefragt. Das ist ein nach außen oft unsichtbarer Vorgang, der darum nicht gerade zur Transparenz bei politischen Prozessen beiträgt. In der Lobbyarbeit bei politischen Entscheidungen liegt jedoch eine große Chance zur Einflussnahme. Einige dieser verdeckten Vorgänge sollen hier aufgedeckt werden.

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Ökoinstitut untersucht Erfolg von CDM
Por KoBra   
18 de August de 2010
Das Ökoinstitut hat im Auftrag des WWF in einer Studie  den Erfolg von CDM (clean  development mechanism) Projekten an 900 Fallbeispielen untersucht und die CDM-Zertifizierer erneut als mangelhaft eingestuft. Die Gutachterorganisationen würden weiterhin von der UN schlecht bewertet.
CDM - Maßnahmen gelten als klimakompensiered, wenn sie als „zusätzlich“ zum bisherigen Emissionsminderungsprogramm eingestuft werden, und bringen damit CO2-Zertifikate für das durchführende Unternehmen. Diese können dann im Emissionshandel als erbrachte Klimaschutzleistung angerechnet werden. Genau diese Zusätzlichkeit lässt beantragte Projekte oft scheitern (in 7% aller Fälle), bei 57% der positiv begutachteten Projekte hat die UN Nachbesserungen gefordert.
Statt in Ausgleichprojekte zu investieren sollen die Industrieländer und Unternehmen besser ihre Reduktionsverpflichtungen im Inland erfüllen.
Grundsätzlich ist positiv zu bewerten, dass der CDM-Exekutivrat der UN ein Bewertungs- und Sanktionssystem für die Gutachterorganisationen entwickelt. Allerdings ist dieses System nach drei Jahren Entwicklung noch nicht einsatzfähig. Der WWF fordert deshalb vom CDM-Exekutivrat, beim nächsten Treffen Ende Juli im Bonn klare Regeln und strengere Prozeduren für die Gutachter zu beschließen und die Ergebnisse von Überprüfungen der Begutachtung zu veröffentlichen.
 
Codigo florestal – Brasiliens Waldschutzgesetz in Gefahr
Por KoBra   
18 de August de 2010
Brasilien ist auf dem Weg zu einem neuen Gesetz, das dem Wald weniger Schutz bietet als bisher. KritikerInnen sehen darin den Sieg der großen Agrarunternehmen, die mit ihren Flächen immer weiter in den Regenwald vordringen. Aldo Rebelo von der Kommunistischen Partei (PcdoB-SP) ist Vorsitzender des Kongressausschusses, der den Neuentwurf des Codigo florestal erarbeitet hat. Andere Parlamentarier, Umweltschützer und Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace und IPAM  laufen dagegen Sturm, sehen sie doch eine Größenordnung von 85 Millionen Hektar Waldvernichtung neu auf dem Weg zur Legalisierung.

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Klimaschutz und REDD+
Por KoBra   
18 de August de 2010
Wie komplex die Verknüpfung von Waldschutz und Emissionshandel ist und wie sich im einzelnen der angestoßene Prozess auf die betroffenen Menschen auswirkt, ist der Inhalt des diesjährigen Sonderhefts der Kooperation Brasilien. Es wird im Herbst diesen Jahres in Zusammenarbeit mit FAOR, ASW und FDCL unter dem Titel „Waldhandel nach Kopenhagen“ erscheinen und viele brasilianische Stimmen zum Thema enthalten.

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