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Brasilianische Regierung lanciert Palmölprogramm |
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Por Kirsten Bredenbeck
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02 de June de 2010 |
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Anfang Mai lancierte der brasilianische Präsident Lula im paraensischen Tomé Açú das „Programa Nacional de Produção Sustentável de Óleo de Palma” (Programm für nachhaltige Produktion von Palmöl), mit dem Brasilien zum weltweit größten Palmölproduzenten aufsteigen soll. Der globale Konsum von Palmöl ist im letzten Jahrzehnt ungeheuer gewachsen: von 17 Mio Tonnen im Jahr 1998 auf 45 Mio Tonnen 2009. Derzeit werden weltweit auf etwa 13 Mio ha Land Palmen zur Ölgewinnung angebaut. In Südostasien ist die Produktion von Palmöl hauptverantwortlich für die Abholzung von Regenwald. |
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Mit der zweiten Generation wird alles besser? |
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Por Kirsten Bredenbeck
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02 de June de 2010 |
Am 9. Februar 2020 wurde in Berlin eine Studie der Internationalen Energieagentur (IEA) zu Kraftstoffen aus Abfällen vorgestellt . Sie wurde über die GTZ aus Mitteln des BMZ finanziert. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Kraftstoffe aus Agrarabfällen einen wichtigen Beitrag zur Treibstoffversorgung leisten könnten. Zehn Prozent der weltweiten Abfälle aus Land- und Forstwirtschaft würden der Studie zufolge ausreichen, um etwa vier Prozent des weltweiten Kraftstoffverbrauchs herzustellen. Allerdings handelt es sich derzeit um eine eher theoretische Annahme, denn die Nutzung der Abfälle für die Kraftstoffproduktion sei erst in zehn bis dreißig Jahren technisch möglich. Bezüglich der Berücksichtigung ökologischer und sozialer Belange verlässt sich das Expertenteam auf international vereinbarte Nachhaltigkeitsstandards für die Produktion und eine Zertifizierung der Kraftstoffe.
Abgeleitet von einem Konzept des „contract farming“ schlägt die Studie vor, sogenanntes „partnership farming“ zu fördern. Hierzu wird mit dem Fachbegriff des Agripreneur (Landwirt als selbstständiger Entscheidungsträger) gearbeitet, ein Konzept, das an Lebensrealitäten bspw. in Brasilien vorbeigehen dürfte. Da Reststoffe traditionell auch anders verwendet werden (z.B. als Dünger, Brennmaterial oder Viehfutter), wären bei entsprechender Nachfrage zudem auch bei der zweiten Generation von Agrokraftstoffen Nutzungskonkurrenzen zu fürchten.
"Große Schwellenländer wie Brasilien, China und Indien arbeiten bereits intensiv an der Entwicklung von Biokraftstoffen der zweiten Generation ", erklärte Paolo Frankl, Leiter der Abteilung Erneuerbare Energien der IEA . In Brasilien sind bereits verschiedene Pilotanlagen in Betrieb. Hier gebe es auch die entsprechende Infrastruktur für den Export. Als interessant identifizierte die Studie für Brasilien vor allem den Zuckerrohrsektor im zentralen Südosten des Landes, in erster Linie in São Paulo, da die Ernterückstände hier normalerweise auf den Feldern belassen würden. Ähnliches gelte für Forstrückstände. Im Hinblick auf den Einbezug kleinerer Landbesitzer in die Produktion von Agrokraftstoffen zweiter Generation sieht die Studie nur wenig Möglichkeiten . Und so wird in der SWOT -Analyse denn auch der Umstand einer schnell wachsenden Wirtschaft mit Investitionskapazität für großangelegte Projekte unter den Stärken genannt . Als Gelegenheiten firmierten innerhalb dieser Studie die bemerkenswerten Flächen extensiver Viehwirtschaft, die für Agrokraftstoffe der zweiten Generation nutzbar zu machen wären . Wohin die Viehwirtschaft dann wandert, steht wohl auf einem anderen Blatt; zumindest geht die Studie darauf nicht ein. |
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Dossier: Was lehren uns Zertifizierungserfahrungen in Brasilien in Bezug auf Agrotreibstoffe? |
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Por Kirsten Bredenbeck
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14 de April de 2010 |
In den letzten Jahren haben freiwillige Zertifizierungssysteme in der Entwicklungspolitischen Diskussion stark an Gewicht gewonnen. Sie scheinen das probate Mittel zu sein, um negative Auswirkungen unternehmerischen Tuns in den Griff zu bekommen. Auch für Agrotreibstoffe werden Zertifizierungen heiß diskutiert. Im Folgenden geht es darum, anhand von bestehenden Erfahrungen in Brasilien, hauptsächlich am Beispiel des Forest Stewardship Councils (FSC), Rückschlüsse auf mögliche Entwicklungen bei der Zertifizierung von Agrotreibstoffen zu ziehen.
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Agroethanol: Exporte und Exportwille |
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Por Kirsten Bredenbeck
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17 de February de 2010 |
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Insgesamt werden inzwischen weltweit jährlich ca. 52 Mrd. Liter Agroethanol hergestellt, davon lag 2008 etwa ein Drittel der Weltproduktion bei Brasilien. Bei Agrodiesel sind es jährlich weltweit 11 Mrd. Liter. Nach Zahlen der Secretaria de Comercio Exterior (Secex), die KoBra vorliegen, gehen knapp 30 % der Ethanol-Exporte Brasiliens in die EU; 2008 entsprach dies 1.475 Mio Litern. Dies sind etwa 70% der EU-Importe an Agroethanol. Laut Statistik der Secex importierte Deutschland erst ab 2008 Agroethanol aus Brasilien, und zwar 4,5 Mio Liter.
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Biodieselprogramm: Kleinbauern nur am Rande |
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Por Kirsten Bredenbeck
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17 de February de 2010 |
Immer deutlicher zeigt sich, dass das Biodieselprogramm sein Hauptziel, die Familienlandwirtschaft vor allem im Norden und Nordosten zu unterstützen, letztlich verfehlt hat. Bei den Vorprodukten für Agrodiesel rangiert Soja mit 78,7% nach wie vor an einsamer Spitze, gefolgt von Rindertalg, der einen Anteil von 14,6 % ausmacht, und Baumwollöl mit 4,1%. In allen drei Fällen handelt es sich um Aktivitäten, die vor allem im großen Stile und weniger von KleinbäuerInnen betrieben werden. Nur 2,6% der Vorprodukte stammen aus anderen Quellen wie Rizinus, Sonnenblume, Dendêöl etc. Damit festigt sich eine bereits seit mehreren Jahren fast unveränderte Struktur bei den Anteilen der Vorprodukte für Agrodiesel.
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