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Zulassung einer Genmais-Sorte von Bayer zurückgezogen |
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Geschrieben von -
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Wednesday, 25. August 2010 |
Der Gerichtshof des brasilianischen Bundesstaates Paraná hat die Anbaugenehmigung für die gentechnisch veränderte Maissorte Liberty Link der Firma Bayer mit sofortiger Wirkung zurückgezogen. Geklagt hatten unter anderen die Nichtregierungsorganisationen AS-PTA und Terra de Direitos, beide Partner des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED).
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Genreis im Mai zum Glück noch nicht zugelassen |
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Geschrieben von Kirsten Bredenbeck
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Wednesday, 2. June 2010 |
Die brasilianische Biosicherheitskommission CTNBio, die für die Zulassung von Genprodukten zuständig ist, hat seit Februar einen neuen Vorsitzenden: der gentechnikfreundliche Edilson Paiva. Der neue Präsident will sich für eine Flexibilisierung der Monitoring-Regeln für bereits zugelassene Genprodukte einsetzen, was bereits sein Vorgänger Walter Colli im Auge hatte (siehe Bericht Ernährunggsicherung von Januar 2010). Zudem versprach er eine zügige Beurteilung der Freigabe des Genreises "Liberty Link" des Unternehmens Bayer. Greenpeace hatte zuletzt mehr als 20.000 Unterschriften gegen die Freigabe dieser Reissorte gesammelt.
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Gentechnikgegner rennen gegen Wände |
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Geschrieben von Kirsten Bredenbeck
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Wednesday, 28. October 2009 |
In den letzten Monaten führte die paranaensische Behörde für Landwirtschaft und Versorgung SEAB (Secretaria da Agricultura e do Abastecimento do Paraná) Untersuchungen zum Anbau von Genmais im Bundesstaat durch. SEAB legte der brasilianischen Regierung ein Gutachten vor, in dem die Organisation nachwies, dass es zu Kontaminierungen von nicht genmanipulierten Maisfeldern durch Genmais in der Nachbarschaft gekommen ist. Das Gutachten macht die Abstandsregelungen für Genmais gegenüber nicht genmanipuliertem Mais hierfür verantwortlich und warf der Regierung vor, nicht einmal die Einhaltung dieser Regelungen zu überprüfen. Kontaminierungen stellte die SEAB auch bei Abständen fest, die die offiziellen Abstandsregelungen überschreiten – ein Beleg dafür, dass die Abstandsregelungen unzureichend sind (1) . SEAB forderte daher von der Regierung, die Abstandsregelungen neu zu definieren. Das Gutachten wurde im Juli an Landwirtschaftsministerium, Umweltministerium, Gesundheitsministerium, Justizministerium, Ministerium für Agrarentwicklung und an Dilma Rousseff von der Casa Civil versandt, die zugleich Präsidentin des Nationalrates für Biologische Sicherheit ist. Dieser hätte die Kompetenz, die Zulassung des Genmaises unter den jetzigen Bedingungen zu suspendieren.
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Aprosoja verlässt den RTRS, braucht ihn aber auch nicht |
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Geschrieben von KoBra
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Wednesday, 28. October 2009 |
Ende Mai hatte es ein Treffen des RTRS (Runder Tisch für verantwortungsvolle Soja) in Campinas gegeben. Der WWF hält weiter an der Unterstützung des RTRS fest. Ausgestiegen aus dem Prozess des Runden Tisches hingegen ist am 28. Mai 2009 der größte Soja-Anbauverband Brasiliens, Aprosoja (Associação dos Produtores de Soja e Milho do Estado de Mato Grosso). In Mato Grosso wächst 8% der Weltsojaproduktion. Dem Verband geht es bei seinem Austritt vor allem um die Frage, unter welchen Umständen auch weiterhin Wälder für neuen Soja-Anbau abgeholzt werden können. Er wandte sich gegen die Entscheidung der Vollversammlung, vorrangige Schutzzonen (areas de alto valor de conservação; High Conservation Areas) einzurichten. Aprosoja bezeichnete die Entscheidung in ihrer Pressemitteilung als unverantwortlich und stellte deren ökologischen Nutzen in Frage . Der Verband ist für die Zertifizierung auch gar nicht auf den „Runden Tisch für verantwortungsvolle Soja“ angewiesen, denn er kann seinen Verbandsmitgliedern bald ein eigenes Öko-Siegel bieten: Aprosoja ist Mitglied der Internationalen Allianz der Sojaproduzenten (International Soy Growers Alliance, ISGA), in der sich Produzenten aus Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay und den USA zusammen geschlossen haben. Im Rahmen der ISGA treibt Aprosoja deren Zertifizierungsinitiative „Soja Mais Verde“ voran. Diese wird u.a. von der Regierung des Bundesstaates Mato Grosso und der NGO The Nature Conservancy (TNC) unterstützt. |
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Drei weitere Sitzungen der CTNBio |
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Geschrieben von KoBra
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Wednesday, 3. June 2009 |
Während der jüngsten Sitzungen der CTNBio Mitte März, Mitte April und Ende Mai wurden wieder verschiedene Genpflanzen für den Markt freigegeben: So erlaubte die CTNBio im März die Vermarktung der Genbaumwolle „Widestrike“ der Dow Agro Sciences. Im April gab sie den Anbau von 15 Genprodukten zu Forschungszwecken frei, darunter 12 Forschungen von Monsanto mit Soja, Mais und Baumwolle. Zwei weitere Freigaben bezogen sich auf Feldversuche mit herbizidresistentem Mais von Dow Agro Sciences und eine auf Versuche mit genmanipuliertem Zuckerrohr durch die monsantoeigene Allelyx. In ihrer Sitzung Ende Mai ließ die CTNBio die Genbaumwolle Bollgard II von Monsanto für den Markt zu. In näherer Zukunft kommen auf die CTNBio darüber hinaus Entscheidungen zu genverändertem Zuckerrohr und Gen-Eukalyptus zu.
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