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Wasser
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Deutschland importiert Wasser vor allem aus Brasilien |
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Geschrieben von Kirsten Bredenbeck
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Wednesday, 28. October 2009 |
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Der WWF Deutschland hat im August eine Studie zum Wasser-Fußabdruck Deutschlands herausgebracht (1) . Beispielhaft werden fünf Länder, darunter Brasilien, vorgestellt, in denen der Export virtuellen Wassers negative Auswirkungen auf natürliche Ökosysteme und/oder soziale und wirtschaftliche Bereiche hat. Der deutsche externe Wasser-Fußabdrucks ist sowohl in absoluten Zahlen mit 61,93 Kubikkilometern pro Jahr (bzw. 5.288 Liter pro Tag und Person) als auch relativ gesehen recht hoch. Am meisten virtuelles Wasser importiert Deutschland am aus Brasilien – und zwar 5,73 Kubikkilometer jährlich in Form von landwirtschaftlichen Gütern. Am stärksten geht dies auf das Konto von Kaffee (2,65 Kubikkilometer), danach kommen Soja (1,93 Kubikkilometer), Vieh und Rinder (0,7 Kubikkilometer), außerdem Geflügel, Kakaobohnen, Orangen und Baumwolle. Für 125 Milliliter Kaffee werden im globalen Durchschnitt 140 Liter Wasser benötigt. Um ein Kilogramm Soja herzustellen, braucht man im globalen Durchschnitt gar 1.800 Liter Wasser, bei Rindfleisch sind es dann 15.500 Liter. Betrachtet man alle Länder, entfallen je 16% der virtuellen Wasserimporte Deutschlands für landwirtschaftliche Produkte auf Kaffee und Kakaobohnen, je 9% auf Ölsaaten und Baumwolle und je 8% auf Soja und Schweine. Rinder machen nur noch etwa 4% aus.
Der WWF spricht Empfehlungen für Regierungen in den Herkunfts- und auch Importländern, Unternehmen und Verbraucher aus, dem hohen Wasser-Fußabdruck in Deutschland entgegen zu wirken. Demnach soll die Bundesregierung mittels Entwicklungszusammenarbeit Verbesserungen in der nachhaltigen Bewirtschaftung von Grundwasservorkommen fördern und auf europäischer Ebene auf die konsequente Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie drängen. Unternehmen sollten ihren Wasser-Fußabdruck entlang ihrer gesamten Zulieferketten messen und dokumentieren und für eine effizientere und nachhaltigere Bewirtschaftung der Wasserressourcen eintreten. Außerdem sollten Wasserstandards für Produkte entwickelt werden, die es dem Verbraucher ermöglichen, zwischen Produkten mit einem hohen oder niedrigen Fußabdruck in kritischen Gebieten entscheiden zu können. Verbraucher sollten möglichst regionales und saisonales Obst und Gemüse konsumieren, ihren Fleischkonsum reduzieren und Druck auf Unternehmen und Politik ausüben. 1. Der Wasser-Fußabdruck Deutschlands, WWF, August 2009, http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/wwf_studie_wasserfussabdruck.pdf.
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Flussableitung São Francisco: Die sozialen Bewegungen auf der Suche nach einem alternativen Entwick |
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Geschrieben von Brasiliennachricht - Tobias Schmitt
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Tuesday, 13. October 2009 |
Nach dem Beginn der Bauarbeiten für die Ableitung des São Francisco Flusses im Nordosten Brasiliens hatte der kollektive Widerstand gegen dieses Megaprojekt mit der Besetzung der Baustelle, Massenprotesten in Brasília und den Mobilisierungen rund um den zweiten Hungerstreik von Bischof Luiz Cappio Ende 2007 seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Seitdem hatten sich die Kämpfe der indigenen Gruppen, KleinbäuerInnen und Landlosen, Fischergemeinschaften und der Nachfahren von Sklavengemeinschaften (Quilombolas), der Gewerkschaften, Studentengruppen und kirchlichen Organisationen mehr auf die alltäglichen, lokalen Auseinandersetzungen konzentriert. So war es laut Ruben Siqueira, Koordinator des Zusammenschlusses der Basisbewegungen des São Francisco und Mitarbeiter der Landpastorale von Bahia, nun an der Zeit, dass „die Organisationen und Basisbewegungen den Kampf gegen die großen Zerstörer des São Francisco Flusses wieder aufnehmen: gegen die Regierungen und das Kapital.“
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Film - Ableitung des Rio Sao Francisco |
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Geschrieben von KoBra
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Wednesday, 19. August 2009 |
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Dem Rio São Francisco wird das Wasser abgegraben |
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Geschrieben von KoBra
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Wednesday, 17. June 2009 |
Zum download
Audiobeitrag der onda-Redaktion des Nachrichtenpool Lateinamerika e.V. Autorinnen: Astrid Schäfers und Laura Zierke
Die brasilianische Regierung führt im Nordosten des Landes, an einem der größten Flüsse, dem Rio São Francisco, ein riesiges Umleitungsprojekt durch. Es geht um die sozialen und ökologischen Folgen des Projektes. Ihr hört Stimmen von Flussanwohnern, die nach dem Bau des Verbindungkanals im Bundesstaat Ceará, den Zugang zu Wasser verloren haben. |
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Dom Cappio auf dem KoBra-Seminar und Mitgliederversammlung |
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Geschrieben von Beatriz Bohner
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Wednesday, 3. June 2009 |
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Fluss – Recht – Leben: Fasten für die Menschenrechte Im Zuge seiner Deutschlandreise, bei der Dom Luiz Cappio den Kant-Weltbürgerpreis in Empfang nahm, besuchte er am Freitag, den 8. Mai 2009 in Begleitung von Andrea Zellhuber und Ruben Siqueira vom CPT-Bahia das KoBra-Seminar. Thema des Seminars war der Widerstand gegen die Umleitung des Rio São Francisco, dem sich der brasilianische Bischof seit vielen Jahren verschrieben hat.
Durch die Anwesenheit Dom Cappios in Deutschland inspiriert, beschäftigte die Teilnehmer des Seminars vor allem folgende Frage: Wie kann die Diskussion über die Thematik des São Francisco vertieft werden und auf den deutschen Kontext übertragen werden? Oder präziser formuliert: was kann die Widerstandsbewegung hier in Deutschland tun, um den Kampf vor Ort effizienter zu unterstützen?
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